Diabeteszentrum Heidelberg e.V.
am St. Josefskrankenhaus
Landhausstraße 25
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Diabetikertage

Veranstaltungshinweis:

Heidelberger Diabetes - und Herztag 2005

- für Patienten und Interessierte -

Der Heidelberger Diabetes- und Herztag 2005 fand am 01.Oktober wieder in der Stadthalle Heidelberg statt. Veranstalter waren das St. Josefskrankenhaus Heidelberg und das Diabeteszentrum Heidelberg e. V., als Schirmherr fungierte die Stiftung "Der herzkranke Diabetiker". Trotz schlechten Wetters konnten Prof. C. Hasslacher, Chefarzt der Abteilung Innere Medizin am St. Josefskrankenhaus. rund 800 Patienten und Interessierte in der Stadthalle begrüßen.



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Im Mittelpunkt der 1. Vortragungsreihe stand in diesem Jahr "das Herz bei Diabetes". Im Eröffnungsvortrag wies Prof. Hasslacher auf die große Bedeutung der Herzerkrankungen bei Diabetes hin. Diese stellen nach wie vor für den Patienten mit Diabetes die häufigste Todesursache dar. Der Diabetes schädigt hier nicht nur die Herzkranzgefäße und führt so zu der bekannten Komplikation "Herzinfarkt", sondern er kann auch über verschiedene Mechanismen den Herzmuskel direkt schädigen, sodass dieser nicht mehr richtig seiner Funktion nachkommen kann und sich so eine "Herzschwäche" entwickelt. Es bestehen aber heute viele Möglichkeiten, das Herz bei Diabetes durch Früherkennung und konsequente Behandlung von Risikofaktoren zu schützen. Dazu gehören in erster Linie die Blutfette, der Blutdruck, die Diabeteseinstellung und das Rauchen.

Mit der Früherkennung von Herzschäden befasste sich Herr Dr. med. R. Bischoff, Kardiologe und Oberarzt an der Abteilung Innere Medizin des St. Josefskrankenhauses. Er zeigte die breite Palette von apparativen Methoden, mit der es heute gelingt, Schädigungen der Herzgefäße oder des Herzmuskels frühzeitig zu erkennen und sie entsprechend zu behandeln.

Ein wesentlicher Aspekt stellt natürlich die Ernährung dar. Dr. A. Stirban vom Diabeteszentrum Bad Oeynhausen berichtete über die Ernährung aus der Gefäßperspektive: was schützt, was schadet. In einem reich bebilderten Vortrag schilderte er die verschiedenen Ernährungs bedingten Gefahren, die dem Gefäßendothel nicht nur am Herzen, sondern auch in der übrigen Strombahn durch fehlerhafte Ernährung drohen und wie sie evtl. vermieden werden können.

Frau A. von Olnhausen zeigte in einem "bewegenden Intermezzo" dem begeistert mitgehenden Auditorium, wie man ohne großen technischen Aufwand "in Bewegung bleiben kann": Nordic Walking ist heute das Zauberwort.

Nach der Pause wurden verschiedene Schwerpunkte in der Diabetesbehandlung beleuchtet. Priv. Doz. Dr. J. Seißler vom Diabeteszentrum Düsseldorf, unterrichtete das interessierte Auditorium über die Möglichkeiten den Typ 1- Diabetes evt. durch Stammzelltransplantation zu heilen. Die Kurzfassung dieses Vortrags kann unter den Patienteninformationen gelesen werden.

Prof. Hasslacher berichtete über neue Entwicklungen bei den Blutzuckersensoren und Insulinpumpen. Hier stehen in den nächsten 1-2 Jahren neue Geräte unmittelbar vor der Einführung in die Praxis. Sie werden gerade den Patienten, die eine intensivierte Insulintherapie durchführen eine weitere Hilfe sein. Auch die Entwicklung des inhalativen Insulins ist jetzt soweit fortgeschritten, dass noch im Jahr 2006 mit einer Einführung zu rechnen ist: ein Aspekt den mancher Patient mit Typ 2- Diabetes, der "Angst" vor der Spritze hat, erleichtert aufnimmt.

Im letzten Vortragsblock ging es um den diabetischen Fuß. Frau Dr. D. Weise, Diabetologin und Oberärztin am St. Josefskrankenhaus zeigte in ihrem Vortrag auch, welcher Fuß gefährdet ist, eine Infektion oder ein Geschwür zu erleiden. Hier gibt es heute klare Früherkennungsmöglichkeiten. Schrittmacher sind in erster Linie die diabetische Neuropathie und die Durchblutungsstörung. Auf die gestörte Durchblutung der Beinen gingen dann Herr Dr. U. Stein, Angiologe und Oberarzt am St. Josefskrankenhaus und Prof. A. Quentmeier, Chefarzt der chirurgischen Abteilung des St. Josefskrankenhauses weiter ein. Sie zeigten die heutigen diagnostischen Möglichkeiten, die durch die neuen Methoden der Bildgebung (z. B. Kernspinn-Angiographie) als hervorragend zu bezeichnen sind. Um die Durchblutung wieder zu verbessern, stehen heute von internistischer und chirurgischer Seite eine Palette von Möglichkeiten (z.B. Gefäßaufdehnung, Bypass-Chirugie) zur Verfügung, die es doch in vielen Fällen möglich macht, eine Amputation zu vermeiden.

Umrahmt wurde der Heidelberger Diabetes- und Herztag wieder durch eine große Industrieausstellung sowie Infostände zu allen wesentlichen Fragen in der Diabetologie. Die Patienten und interessierte Angehörige hatten die Möglichkeiten ihre Gesundheit durch Blutzucker- und HbA1c-Messungen, Blutdruck- und Blutfettbestimmungen sowie Durchblutungsmessungen der Beine sowie einer Augenhintergrundsuntersuchung überprüfen zu lassen.


Heidelberger Diabetes- und Hypertonietag 2004

Der letztjährige Heidelberger Diabetes- und Hypertonietag fand am 16. Oktober in der Stadthalle Heidelberg statt. Die Veranstalter waren wie im letzten Jahr das St. Josefskrankenhaus Heidelberg, die Deutsche Hochdruckliga e. V. und das Diabeteszentrum Heidelberg e. V. Die Leitung hatte Professor C. Hasslacher, Chefarzt der Inneren Abteilung des St. Josefskrankenhauses.


Stadthalle Heidelberg Prof. Laube Testen, testen, testen, ... Der "Fernsehdoktor" Dr. Weiss
Pantomime Norman Überall viele interessierte Besucher Prof. Kühn Bewegung tut auch den Doktoren gut
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Bereits vor der offiziellen Eröffnung hatten sich zahlreiche interessierte Besucher eingefunden. Professor C. Hasslacher begrüßte Patienten und Interessierte und hielt anschließend einen Vortrag über "Neue Entwicklungen in der Diabetesbehandlung". Dabei wies er auf die "epidemieartige" Zunahme des Typ 2- Diabetes hin und zählte die Möglichkeiten der Vorbeugung auf. Auch der Typ 1- Diabetes hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen, jedoch gibt es auch für diese Erkrankung heute durch spezielle Medikamente und besondere Ernährungsformen Therapieansätze, die den vollen Ausbruch der Stoffwechselstörung zu verhindern suchen.

Ein zweiter Punkt seines Vortrages galt der Insulintherapie beim Typ 2- Diabetes. Viele Patienten scheuen sich vor der "Spritze", da sie denken, dass damit ein "Endstadium" der Erkrankung erreicht sei. Diese Vorurteile versuchte Herr Professor Hasslacher zu widerlegen, indem er die heutigen Möglichkeiten der Insulintherapie, die evtl. auch nur vorübergehend durchgeführt wird, aufzeigte.

Des Weiteren ging er auf die neuen Biomarker ein, mit denen man sich anbahnende Komplikationen am Gefäßsystem heute frühzeitig erkennen kann. Natürlich wurden auch die neuen technischen Möglichkeiten zur kontinuierlichen Blutzuckermessung besprochen. Hier verspricht das Jahr 2005 neue Entwicklungen.

Professor K. Kühn, Karlsruhe, beschrieb in seinem Vortrag "Aktuelles zum Bluthochdruck" Neues und Bewährtes zur Blutdrucktherapie. Die alte Regel, dass der "normale" Blutdruck 100 plus Alter betrage, ist schon seit langem passé. Unter einem "normalen" Blutdruck versteht man heute Werte unter 140/90 mmHg. Gerade beim Patienten mit Diabetes, der ja schon ein hohes cardiovasculäres Risiko trägt, sind Blutdruckwerte im Normbereich extrem wichtig.

Professor Kühn schilderte die heutigen Möglichkeiten der medikamentösen- und nichtmedikamentösen Behandlung zur Blutdrucksenkung. Auch die Blutdrucküberwachung ist wesentlich. Neben der regelmäßigen Blutdruckmessung beim Arzt, ist die Blutdruckselbstkontrolle durch den Patienten heute eine Selbstverständlichkeit. Wichtig ist ebenfalls die Langzeitblutdruckmessung, da nur so die bei Diabetikern oft nachweisbaren Blutdruckanstiege während der Nacht entdeckt werden können.

Professor H. Laube aus Gießen, berichtete über Ernährungsneuigkeiten von Atkins bis Zimt. Er ging in seinem Vortrag ausführlich auf die Bedeutung des glykämischen Index der einzelnen Nahrungsmittel ein. Sein Fazit: es gibt keine Diabetes-Diät, sondern nur eine gesunde Ernährung, die der sog. Mittelmeerkost ähnelt. Außerdem ging er auf neue Studien ein, die den Einfluss verschiedener pflanzlicher Stoffe, wie z. B. Grapefruit und Zimt auf den Blutzucker untersucht hatten.

In der "Sprechstunde" moderierte "Fernsehdoktor" Th. Weiss, Fragen "rund um Diabetes und Hochdruck". Diese halbe Stunde wurde von den Zuhörern intensiv für Fragen, insbesondere aus dem Ernährungsbereich, genutzt.

Aufgelockert wurde die Vortragsveranstaltung durch Darbietungen des auch aus dem Fernsehen bekannten Pantomimen Norman. Eine große Industrieausstellung mit vielen Informationsständen zu den wichtigsten Themen rund um Diabetes und Hochdruck war ebenfalls organisiert worden. Gesundheitscheck, Kostproben, Gewinnspiel wurden von den 800 - 1000 Besuchern, die der Tag zählte, begeistert aufgenommen. Es ist geplant, einige Themen der Vorträge demnächst in der Homepage des Diabeteszentrums wiederzugeben.


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