 |
 |

Patienten-Informationen
|
 |
|

|
Auf diesen Seiten finden Sie wissenswerte und interessante Informationen zu folgenden Themen: |

|
|
FETT |

|
Welche Rolle spielt Fett??
Die hohe Rate koronarer Herzerkrankungen bei Diabetes rechtfertigt die nachdrückliche Empfehlung zur Reduktion gesättigter Fette, die vor allem in Fleisch und Wurstwaren konsumiert werden.
Unsere Fette unterscheiden sich stark in ihrer Zusammensetzung. Es gibt gesättigte Fettsäuren, einfach ungesättigte Fettsäuren und mehrfach ungesättigte Fettsäuren:
|
Gesättigte Fettsäuren
in: |
|
Einfach ungesättigte
Fettsäuren in: |
|
Mehrfach ungesättigte
Fettsäuren in: |
|
| Schmalz |
|
Olivenöl |
|
Sonnenblumenöl |
| Kokosfett |
|
Rapsöl |
|
Maiskeimöl |
| Palmfett |
|
Mandelöl |
|
Distelöl |
| Schokolade |
|
|
|
Walnussöl |
| Tier. Fette |
|
|
|
Fetter Fisch (Lachs, Makrele, Hering) |
|
 |
 |
 |
 |
 |
Einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren haben einen günstigen Einfluß auf den Cholesterinspiegel, während ein hoher Verzehr von gesättigten Fettsäuren sich ungünstig auswirkt und den Cholesteringehalt im Blut ansteigen lässt.
Das heißt nicht, dass Sie als Diabetiker kein Fett mehr essen sollen, aber es ist günstiger für Sie, statt fetter Wurst, fettem Fleisch, Cremes, Konfekt, ... fettärmere Varianten auszuwählen.
Die Portionen bei fetthaltigen Speisen sollten immer klein sein. Sie werden merken, nicht große Mengen verschaffen den Genuss, die Freude beim Essen ist auch bei kleineren Portionen möglich und wird dadurch auch wieder viel bewusster!!
Außerdem macht der Körper aus Nahrungsfetten sehr leicht Körperfett, was die ganze Stoffwechsellage ziemlich negativ beeinflußt.
Durch eine Reduktion der Nahrungsfette wird auch der Blutzuckerspiegel indirekt beeinflusst - weniger Fett bedeutet bessere Insulinwirkung!!
Gibt es spezielle Diabetiker-Vitamine??
Alle Lebensmittel, die in natürlicher Weise reich an Vitaminen sind, sind zu empfehlen. Der Nutzen einer vitamin- und mineralstoffreichen Kost ist unbestritten, und auch zunehmend weisen Studien auf den Schutzeffekt bestimmter Vitamine für Herz-/ Kreislauferkrankungen hin.
So schützen sogenannte Antioxidantien vor Zellschädigung, Zellalterung, Entartung und der Arteriossklerose welche gehäuft bei Menschen mit Diabetes auftritt.
Zu den sogenannten Antioxidantien zählen Vitamin E (enthalten in hochwertigen Pflanzenölen, in Nüssen, Getreidekeimen und in einigen Gemüsesorten), Pro-Vitamin A (grünes und gelbes Gemüse, Sanddorn, Aprikose), Vitamin C (frische Früchte, vor allem Zitrusfrüchte).
Wird die Regel "fünf am Tag", also 5 Mal am Tag eine Portion frisches Obst oder frisches Gemüse, angewendet, so ist eine ausreichende Vitaminversorgung mit dem antioxidativ wirkenden Vitaminen abgedeckt.
Die derzeitigen Kenntnisse rechtfertigen jedoch nicht die generelle Empfehlung bestimmte Vitamine oder Mineralstoffpräparate täglich einzunehmen.
Wieviel Mahlzeiten soll ein Diabetiker am Tag essen - 3 oder 5 bis 6??
Eine fest vorgeschriebene Anzahl von Mahlzeiten für Diabetiker gibt es nicht. Die Art der Behandlung, z. B. das Insulinregime oder die verordneten Tabletten und die persönlichen Vorlieben bestimmen die Mahlzeitenfrequenz.
In der Adipositas-Forschung hat sich gezeigt das 3 feste Hauptmahlzeiten eine schnelle Gewichtsreduktion zulassen als 5 kleine Mahlzeiten. Auch in Hinsicht auf die Insulinresistenz beim Typ 2 Diabetiker sollen 3 Hauptmahlzeiten günstiger sein. Dazu gibt es aber noch keine einheitliche Empfehlung.
So kann der Kohlenhydratgehalt erhöht werden
 |
Morgens mindestens 2-3 Scheiben Brot (Achtung! Pro Brotscheibe nur eine Scheibe Belag) oder am besten ein "Klappbrot" |
 |
Nach dem Frühstück oder Zwischendurch 1-2 Stück frisches Obst |
 |
Beim Mittagessen soll die Hälfte des Tellers aus Kohlenhydraten bestehen z. B. Nudeln, Kartoffel, Reis ... |
 |
Einmal wöchentlich einen Eintopf aus Hülsenfrüchten zubereiten |
 |
Als Nachtisch frischer Obstsalat oder Beerenfrüchte |
 |
Beim Abendessen auch viel Brot, aber den Belag dünn lassen |
 |
Bei Hungergefühlen ein Stück trockenes Brot statt ein Stück Wurst oder etwas Süßes |
|

|
Wie kann denn konkret Fett eingespart werden??
|
Nahrungsmittel-
gruppe |
|
Fettreiche
Nahrungsmittel ... |
|
... ersetzen durch fett-
ärmere Nahrungsmittel |
|
| Suppen |
|
Fettreiche Bouillon, Cremesuppen |
|
Fettarme Gemüse- und Fleischbrühen, die meisten Fertigsuppen |
|
| Saucen |
|
Rahmsauce, Buttersauce, Sauce Bernaise, Sauce Hollandaise, Mayonaise (auch Mayo light!), Pesto, versch. Fertigsaucen |
|
Tomatensauce, Ketchup, Tomatenmark, fettarmer Bratenjus, viele Fertigsaucen (Nährwertangaben lesen; bis 5 g Fett/dl ist fettarm)Selbstgemachte Saucen aus Fleischfond ohne Fettzugabe, Saucen aus Joghurt, Sojasauce |
|
| Fleisch, Fleischwaren und Wurst |
|
Paniertes Fleisch oder fettes Fleisch wie z. B. Hackfleisch, durchwachsenes Rindfleisch, sichtbares Fett immer entfernen |
|
Mageres Stück vom Rind, Kalb, Lamm, Schwein, Wild, Geflügel (ohne Haut) pro Portion max. 120 g Rohgewicht rechnen! |
|
| |
|
Speck, Fleischkäse, Fleischkonserven, Terrinen, Wurst und Wurstaren, Aufschnitt, Salami |
|
Roastbeef, Truthahnschinken, Schinken, Bündnerfleisch,Bierschinken, Aspikwurst |
|
| Fisch und Meeresfrüchte, Konserven |
|
Fischkonserven in Öl, Sardellen oder Sardinen Fisch mit fetten Saucen wie Mayonaise, Bernaise...
Fettreiche Zubereitungsarten wie fritierter oder panierter Fisch wie Tintenfischringe im Bierteig, Fischstäbchen |
|
Sardine und Thunfisch in Wasser
Hecht, Forellen, Seezunge, Kabeljau, Schellfisch, Dorsch, Meeresfrüchte aller Art
Fische wie Aal, Hering, Lachs enthalten zwar sehr viel Fett aber auch sehr viele gesunde Omega-Fett-Säuren
Fettarme Zubereitungsarten bevorzugen (geräucherter, gegrillter, pochierter oder gedämpfter Fisch) |
|
| Milch und Milchprodukte |
|
Sahne süß und saure, creme fraiche, Mascarpone, Doppelrahm-Frischkäse, Vollmilch |
|
Kondensmilch, fettarme Milch, Dickmilch, Buttermilch, Molke, Sauermilch, Joghurt bis 3,5 % |
|
| Käse |
|
Speisequark ab 20 %, Quiche Lorraine, Fondue, Raclette |
|
Magerquark, Hüttenkäse, Frischkäse halbfett, Schnittkäse bis 30 % |
|
| Brotsorten / Backwaren |
|
Croissant, Blätterteig, Rührteig |
|
Brotsorten aller Art, Knäcke
Hefekuchen, Obstkuchen mit Biskuit |
|
| Getreide und Getreideprodukte |
|
Fertige Müslimischungen mit vielen Nüssen
Mit Butter oder Käse zubereitete Teigwaren wie gebr. Spätzle, Lasagne ... |
|
Alle Getreideprodukte ohne zusätzliche Fettzugabe in allen Variationen |
|
| Kartoffeln |
|
Pommes, Rösti, Bratkartoffel, Gratinkartoffel, Kroketten |
|
Salzkartoffel, Pellkartoffel, Ofenkartoffel, Boullionkartoffel, Kartoffelpüree |
|
| Hülsenfrüchte |
|
|
|
Alle Sorten |
|
| Gemüse und Pilze |
|
Fertigprodukte wie Rahmspinat, Gemüse an fettreichen Saucen, Fertig-Salate, in Öl eingelegtes Gemüse, fritiertes Gemüse |
|
Alle Gemüsesorten frisch, tiefgekühlt, mit wenig Fettzugabe |
|
| Obst |
|
Gebackene Bananen,Apfel-Pfannküchle |
|
Alle frischen oder tiefgekühlten Früchte |
|
| Nüsse und Samen |
|
Nüsse sind zwar sehr fettreich aber auch sehr gesund - sparsam einsetzen |
|
|
|
| Snacks, Salzgebäck |
|
Geröstete. Erdnüsse, Chips, Cracker, Flips |
|
Weingummi, Salzstengel, Salzbrezel |
|
 |
 |
 |
 |
 |
Bitte klicken Sie auf einen der Hyperlinks, um weitere Ernährungsempfehlungen anzuzeigen: |

|

|
Diabeteszentrum Heidelberg e.V., November 2003
|
|