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Mein "sehender" Partner
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Blutzuckermessgerät "One Touch II" mit Sprachausgabe |

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Ein Erfahrungsbericht
Ich bin seit mehr als 46 Jahren blind. Der Verlust meiner Sehfähigkeit trat infolge von grünem Star auf, der sich bereits im sechsten Lebensjahr bemerkbar machte.
1998 wurde bei mir Diabetes diagnostiziert. Während eines anschließenden stationären Krankenhausaufenthaltes wurde ich auf Insulin eingestellt.
Zur Kontrolle meines Blutzuckers benötigte ich nun ein geeignetes Blutzuckermessgerät für Blinde. Empfohlen und von der Krankenkasse in kürzester Zeit bewilligt wurde mir ein Blutzuckermessgerät mit Sprachausgabe von LifeScan - der One Touch II Talk.
Rundum praktisch und durchdacht
Der One Touch II ist - ohne die zugehörige Sprachbox - ein sehr handliches Gerät, das sich auch gut auf Reisen mitnehmen lässt. In der im Lieferumfang eingeschlossenen Transportbox lassen sich Lanzetten und Stechgerät bequem unterbringen.
Die zum Gerät gehörende Sprachbox ist etwas kompakt, was aber bei stationärer Nutzung der Gerätekombination ein Vorteil ist, denn so wird verhindert, dass das Gerät durch eine falsche Bewegung vom Tisch fällt.
Nur auf Reisen wünsche ich mir manchmal, dass die gesamte Gerätekombination verkleinert werden könnte, indem das Sprachmodul in das derzeitige Gerät integriert würde. Die weibliche Stimme des eingebauten Sprachchip ist sehr gut und klar verständlich.
Eines kann mir mein "kleiner Freund" allerdings nicht abnehmen: Da ich mit der Blutgewinnung manchmal Schwierigkeiten habe und häufig das Blut nicht rechtzeitig oder in der erforderlichen Menge auf das Testfeld aufbringen kann, lasse ich mir dabei von meiner Frau helfen.
Ein echtes Talent
Einer der vielen Pluspunkte des One Touch II Talk ist, dass das Gerät, je nach Wunsch des Nutzers oder nach Vorgabe des Diabetologen, die gemessenen Blutzuckerwerte in unterschiedlichen Messeinheiten - Millimol je Liter oder Milligramm je Deziliter - angibt.
Die Einstellung kann durch die von der Sprache unterstützte Menüführung von einem Blinden oder hochgradig Sehbehinderten leicht selbst vorgenommen werden. Über die sprachunterstützte Menüführung können auch alle anderen Geräte-Grundeinstellungen, wie z. B. Sprache, Datum und Uhrzeit kontrolliert und geändert werden.
Der One Touch II Talk verfügt über einen internen Speicher, der insgesamt bis zu 250 Einzelwerte im Gedächtnis behält. Das ist auf Reisen und vor allem im Urlaub äußerst praktisch, denn so kann man auch mal darauf verzichten, seine Blutzuckerwerte jeden Tag einzutragen. Das Gerät berechnet außerdem aus den Einzelwerten einen Durchschnittswert.
Die Übertragung der Werte auf den PC ist mittels Schnittstelle und entsprechender Software möglich, aber leider für Blinde nicht nutzbar, da das erhältliche Computerprogramm noch Windows 3.x-kompatibel ist und dadurch Sprachausgaben und Braillezeichen nicht unterstützt werden.
Für die Eintragungen in ein Tagebuch werden zu jeder Messung Datum, Uhrzeit und der entsprechende Blutzuckerwert abgespeichert. Hilfreich bei der Messung ist, dass die gemessenen Werte stets wiederholt werden. Falls man beispielsweise nach dem Messvorgang die Erstansage verpasst hat, muss man die Werte also nicht - wie bei anderen Geräten - erst umständlich erneut abrufen.
Noch ein Tipp
Vor allem Sehgeschädigte sollten darauf achten, dass beim Einlegen des Teststreifens das Testfeld nicht anderweitig verdeckt wird, weil das Messgerät dann als Fehlfunktion "Reinigung des Testfeldes" angibt.
Und schließlich ein Wort zum Display des Gerätes: Meine Frau, die selbst sehbehindert ist, sagte mir, dass sich die Anzeige von einem Sehbehinderten gut erkennen und auswerten lässt.
Fazit
Nach mehr als zweieinhalbjähriger Nutzung steht für mich fest, dass der "One Touch II" einschließlich der Sprachbox für Blinde und sehbehinderte Diabetiker optimal geeignet ist.
Christian Röder, Ringstraße 69, 04209 Leipzig
Telefon/Fax 0341 4111506
E-Mail: Roederclodo@aol.com
Quelle: Zeitschrift "Zucker", 2004
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Diabeteszentrum Heidelberg e.V., Janaur 2005
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